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Mittwoch, 18. März 2015

Montag, 2. März 2015

Die Seele der Bäume... zum zweiten

Da das Spiegeln von Fotos mir im Augenblick viel Freude bereitet, habe ich mich heute mal wieder unter die Bäume gemischt und eine Menge neue Gesichter und Gestalten getroffen...















Donnerstag, 18. Juli 2013

Sei zuversichtlich...

Im März fand ich im Haus der verstorbenen Schwiegermutter meiner Schwester diese Geranie.




Halb vertrocknet, halb erfroren hatte sie im ungeheizten Wintergarten des Hauses ausgeharrt. Da nach einem Todesfall wichtigere Dinge zu tun sind, wurde sie schlicht dort vergessen.
Aber trotz des langen und vor allem kalten Winters hat sie sich irgendwie durchgeschlagen. Vielleicht träumte sie vom warmen Frühlingslicht.... oder von einem Becher Wasser...

Als ich sie dort entdeckte geschah das, was immer geschieht wenn ich derartige Pflanzen sehe: ich bin gerührt.
Irgend etwas ist in meinem Hirn seltsam gestrickt. Das glückliche Ende eines Filmes, eines Buches, schafft es nie mich derart tief im Innern zu erreichen.
Vielleicht habe ich das Gefühl, es ist es das Leben selbst, das hier zu mir spricht, so als wollte es sagen: sei zuversichtlich...

Ich nahm diese Geranie mit nach Hause. Alle Triebe bis auf einen waren von Frost so geschädigt, daß sie abstarben. Aber der eine in dem noch Leben war, erholte sich gut.
Nun verbringt die Geranie ihren Sommer auf meinem Balkon und beginnt gerade zu blühen... in einem fröhlichen schreiendrot, bei dem meine Digitalkamera bis ins letzte Pixel zusammenzuckt...




Montag, 25. Februar 2013

Der Grüne Gnadenhof

10 Cent

Im Großen und Ganzen mag ich meine Wohnung. Nur könnten die Fensterbretter gerne etwas breiter sein - und vor allem länger. Ich würde mich auch nicht beschweren wenn der Balkon über Nacht noch ein wenig wachsen würde, so ein, zwei, drei Quadratmeter.

Ich mag Pflanzen. Was man meiner Wohnung auch ansieht. In jedem Eckchen steht eine Pflanze, auf den schmalen Fensterbrettern daneben und davor, auf dem einem oder anderen Schrank... vom Balkon ganz zu schweigen.

Und oft, sehr oft, kommt es vor, daß ich im Discounter eigentlich schon zielstrebig die Kassenzone ansteuere und aus dem Augenwinkel heraus einen flüchtigen Blick auf die in der Nähe geparkten Pflanzenrollwagen werfe.
Und dann geschieht oft, sehr oft etwas das mit irgendeinem seltsamen Knoten in meinen Gehirnwindungen zu tun haben muß. Mein Blick fällt nicht auf die schönen, frisch und knackig aussehenden Blumen, sondern zielsicher auf jenes zerzaust, halbwelk und traurig aussehende Exemplar ganz hinten links...
Und jenes schon dem Müllcontainer geweihtes Ding rührt mich auf eine seltsame Art und Weise. Ein Variante von Helfersyndrom in grün.

So wie dieses hier:
 


Das wollte eigentlich eine Fuchsie sein. Die knackigen Brüder und Schwestern schon abverkauft, stand sie allein auf dem Rollwagen von Feinkost Albrecht. Ich nahm sie und suchte nach einem Verkäufer, weil ich wissen wollte was sie denn kosten sollte.

Der Verkäufer schenkte erst der Pflanze, dann mir einen langen irritierten Blick. „Die", sagte er ganz langsam, als sorgte er sich um den Zustand meines Gemütes, „die möchten sie kaufen?" „Jou" flötete ich, „da steht aber kein Preis mehr."
Es folgte ein weiterer langer Blick. „Okay", sagte er dann gedehnt und vermutlich rechnete er im Geiste die Anzahl der Schritte zusammen die er sich zum Müllcontainer sparen würde. „Verschenken kann ich die nicht, aber für 10 Cent können sie sie haben"

10 Cent erholte sich auf dem Balkon recht schnell und erfreute mich den ganzen Sommer und ich hoffe auch noch den nächsten.