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Mittwoch, 13. April 2016
Absurdes Theater
Da war ja noch die Sache mit den Rollator für den ich im Januar (!!!!) dieses Jahres ein Rezept bekommen habe. Leider war die D...K leider bis zum heutigen Tag nicht imstande mir einen Rollator zu liefern.
Nachdem ich mich vor einer Woche schriftlich darüber beschwert habe, rief mich die Hilfmitteltante vor ein paar Tagen an. Was dabei herauskommt wenn man sich als Krankenkasse vertraglich an den in der Ausschreibung billigsten Anbieter bindet, müssen leider in der Regel die Patienten ausbaden. Folgendes Gespräch als Gedächtnisprotokoll.
Die Hilfmitteltante: „Wir wußten ja nicht, das Sie den Rollator noch nicht bekommen haben.“
Ich: „ Das wundert mich aber, da dies ja nicht die erste Beschwerde meinerseits war.“
Dann sie: „ Wir sind davon ausgegangen, daß die Firma Ph...med ihnen den Rollator schon geliefert hat.“
Ich: „Dann müßte die Firma Ph...med aber meine gefälschte Unterschrift auf einem gefälschten Rezept bei ihnen eingereicht haben, denn das Orginalrezept liegt wegen Nichtlieferung noch bei mir und unterschrieben habe ich folglich auch nix.“
Sie in einem erstaunlich flinkem neuen Versuch der Ablenkung: „Ihr Arzt hat aber gesagt sie hätten sich zwischenzeitlich einen neuen Rollator gekauft.“
Ich, ahnend des das auch nur wieder so eine idiotisch absurde Argumentation ist: „Dann wüßte ich gerne den Namen des Arztes der da seine Schweigepflicht gebrochen hat.“
Sie schnell umschwenk: „Sie haben ja ein neues Rezept in einem niedergelassenen Sanitätshaus eingereicht, so geht das natürlich nicht.“
Ich: „ Ja das habe ich und zwar nachdem mit ihr Kollege genau das gesagt hat: „Holen sie sich ein neues Rezept und gehen sie damit ins Sanitätshaus ihrer Wahl“.“
Sie, pikiert: „ Dann hat er sie falsch beraten.“
Ich, genervt: „ Also ich habe ihn nicht eingestellt.“
Sie schwer seufzend: „Dann werde ich jetzt das Rezept nochmals an die Firma Ph...med geben damit sie ihnen einen Standardrollator mit abwinkelbaren Griffen liefert.“
Ich, innerlich laut OHMMMM rufend: „Dann wünsche ich viel Erfolg. Die Firma Ph...med hat zu mir gesagt es gäbe bei ihnen keine Standardrollatoren mit abwinkelbaren Griffen, deshalb konnte sie ja auch nicht liefern“
Sie, sehr erbost: „Das ist doch Quatsch. Die Standardrollatoren haben fast ALLE abwinkelbare Griffe.“
Ich: „Ja, nur eben nicht bei Ph...med“
Hat sie danach den Hörer auf die Gabel geworfen?
Es hat sich zumindest so angehört.
Montag, 1. Februar 2016
Wirtschaftlichkeit nach Art des Hauses
Vor ein paar Wochen habe ich bei meiner Krankenkasse angerufen und gefragt ob ich für meinen Rollator einen Reparaturschein bekommen könnte, da er dringend eine Runderneuerung braucht.
Die Dame von der Kasse wühlte in ihrem Computer herum.
„Der ist ja 5 Jahre alt. Aus wirtschaftlichen Gründen wird ein so alter Rollator nicht repariert. Lassen sie sich von ihrem Arzt ein Rezept für einen neuen Rollator ausstellen.“
Gesagt getan.
Bei dem Sanitätshaus mit dem die Kasse einen Vertrag hat man keine besonders gute Auswahl an Rolldingern. Aber ein Modell wäre für meine Zwecke gut geeignet gewesen. Das Problem ist jedoch das ich 3 Kilo zuviel für diesen Rollator wiege. In Kleingedruckten fand ich jedoch die Zeile, das der Rollator noch für 10 Kilo Zuladung gebaut ist. Prima, hab ich gedacht, dann paßt das ja schon.
Das Sanitätshaus brach jedoch zusammen:
„Nein, das können wir nicht machen. Sie brauchen den Rollator soundso der ungefähr 450 Euro kostet.“
Woraufhin ich vorschlug ich könne gerne ein Schreiben aufsetzten, daß ich den von mir gewünschten Rollator - den für 69 Euro - auf eigene Gefahr benutze.
Die Tante vom Sanitätshaus legte noch mal so richtig eins drauf - stöhnte, ächzte, seufzte in allen Tonlagen:
„Ob das ginge wisse sie nicht. Ich solle doch bitte die Kasse fragen.“
Ich also wieder die Kasse angerufen und mein Problem geschildert.
„Nein das geht nicht.“
Ich: „Aber der von Sanitätshaus vorgeschlagene Rollator ist teuer“
Die Hilfmittelfachberaterin meiner Kasse:
„Die Kosten übernehmen wir. Sie zahlen nur 10 Euro.“
Ich: „Schön soweit, das Problem ist nur, daß das teure Ding so breit ist, das ich damit in der Straßenbahn vermutlich nicht weiter als bis zur Tür kommen werde.“
Die Hilfsmitteltante:
„Darum geht es doch nicht.“
Ich: „Das sehe ich anders, da ich leider keinen eigenen PKW vor der Tür habe.“
Woraufhin sie mir einen Spruch vorbetete der sinngemäß darauf hinauslief, das man dem Patienten einen angemessenes Hilfsmittel zur Verfügung stellen müsse.
„Genau,“ hakte ich ein „angemessen wäre es, wenn das Rolldings auch alltagstauglich ist., sprich mich im meinem Alltag begleitet, der nun mal in Ermangelung eines Mercedes auch aus vielen Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr besteht.“
„Das,“ sagte sie ganz besonders betont pampig „ist ihr Problem und nicht unseres.“
Und was kommt unter dem Strich dabei raus? Statt eines Reperaturscheines für einen bis auf die Verschleißteile noch ganz ansehnlichen Rollators, oder des Modelles für 69 Euro der gut passen würde solange ich keine zehn Kilo Mehl hineinpacke, muß ich nun den für 450 Euro auf Kassenkosten nehmen, mit dem ich dann bis zur Haltestelle fahren kann um den abfahrenden Straßenbahnen zu nachzuwinken. Und das - wir erinnern uns - aus wirtschaftlichen Gründen. Ich bin begeistert!
Freitag, 16. August 2013
Alltagsirrsinn
Nachdem ich beschlossen habe meinem doch schon recht graumeliertem Haarschopf mal wieder mit einer Portion Farbe zu neuem Glanz zu verhelfen, habe ich mir in der Internetapotheke eine Packung „Henna schwarz" bestellt.
Normalerweise erhält der Kunde unter dieser Bezeichnung ein mit Indigo und eventuell auch mit Walnußschalen versetztes Hennapulver.
Bei genauerem lesen der Liste mit den Inhaltsstoffen stellte ich jedoch fest „henna schwarz" enthält vieles nur kein Henna. Ähm....
Nun, denke ich, frag ich doch mal den Hersteller was das soll und schicke `ne Mail. Als ich die Antwort auf meine Mail gelesen habe, mußte ich doch lange überlegen ob die Herrschaften mit den Pflanzen noch etwas anders tun als sie zu Naturkosmetikprodukten zu verarbeiten.
Ich zitiere mal munter:
„vielen Dank, daß Sie sich die Zeit genommen haben, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Bei der Namensgebung unserer Pflanzenhaarfarben haben wir vielfach Phantasienamen verwendet z.B. gibt es bei den L...... Pflanzenhaarprodukten goldblond oder kupferblond.
In diesen Produkten finden Sie weder Gold noch Kupfer.
Genauso ist es auch bei der Namensgebung der Pflanzenhaarfarbe henna-schwarz. Der Produktname ist zwar henna schwarz, Henna ist jedoch nicht enthalten."
Ja genau, dachte ich, und man beachte das man Farbnamen eben zusammen schreibt und nicht getrennt wie auf dem Produkt.
Dann würde es hennaschwarz heißen, was beim Verbraucher natürlich sofort für horizontweite Klarheit
sorgen würde weil Henna eben rot ist, oder bestenfalls farblos.
Mit der Bezeichung hennaschwarz würde ich sofort und auf der Stelle ein Produkt verbinden das - wie der Name schon sagt - keinen einzigen Krümel Henna enthält, sondern hauptsächlich blaufärbenden Indigo.
Darauf das besagtes „henna schwarz" ohne Henna sondern aus Indigopulver nicht schwarz färbt sondern eben blau, hat mich der Hersteller in seiner Email netterweise hingewiesen.
Das hier ist übrigens kein weißer Pilz, sondern grüne Seife am Stiel...
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